Mit gesunder Ernährung verschiedene Krebsarten vorbeugen

Vorbeugen verschiedener Krebskrankheiten durch gesunde Ernährung

Genau so, wie verschiedene Krebsarten durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden können, gibt es auch unterschiedliche risikosenkende Mittel zur Vorbeugung der unterschiedlichen Krebskrankheiten wie zum Beispiel Brustkrebs. Bei allen, der folgenden Beispiele, ist jedoch eine Sache gleich: Eine gesunde Ernährung mit Früchten und Gemüse senkt das Krebsrisiko. Wertvolle Inhaltstoffe sind dabei Vitamine (A, C, E, Carotinoide)

 

Bauchspeicheldrüsenkrebs:

Risikosenkend sind Gemüse und Obst (wahrscheinlich), Vitamin C in Lebensmitteln und Ballaststoffe (möglich). Risikoerhöhend wirken Rauchen (überzeugend) sowie Cholesterin und Fleisch (möglich). Das in Studien errechnete durchschnittliche relative Risiko ergab für einen geringen Konsum von Früchten und Gemüse eine fast dreifache Risikoerhöhung. Nach Einschätzung eines Wissenschaftlergremiums des WCRF wären von den 1997 in Deutschland aufgetretenen rund 10.100 Fällen von Bauchspeicheldrüsenkrebs etwas 3333 durch die von Experten empfohlene Ernährungsweise vermeidbar gewesen.

 

Harnblasenkrebs:

Risikosenkend sind Gemüse und Obst (wahrscheinlich), risikoerhöhend Rauchen (überzeugend) und Kaffee.

 

Brustkrebs:

Risikosenkend sind Gemüse und Obst (wahrscheinlich) sowie Carotinoide in Lebensmitteln und Ballaststoffe (möglich), risikoerhöhend Alkohol und Fettleibigkeit (wahrscheinlich) sowie Fleisch, Gesamtfett, gesättigte Fettsäuren und tierische Fette (möglich). Das Robert-Koch-Institut und der WCRF schätzen, dass von den etwa 45.800 Brustkrebsfällen 1997 durch Einhaltung der empfohlenen Ernährungsweise ungefähr 15.114 Fälle vermeidbar gewesen wären (nur bei Frauen). Die These von der Entstehung von Brustkrebs durch zu hohe Fettaufnahme ist in der Wissenschaft allerdings umstritten.

 

Dickdarmkrebs:

Risikosenkend sind Gemüse (überzeugend) und Carotinoide in Lebensmitteln, Stärke und Ballaststoffe (möglich), risikoerhöhend Alkohol und Fleisch (wahrscheinlich) sowie Eier, Gesamtfett, gesättigte Fettsäuren, tierische Fette, Zucker, Fettleibigkeit sowie Grillen und Braten (möglich). Vor allem die Essgewohnheiten im Kindes- und Jugendalter scheinen langfristig das Risiko einer Darmkrebserkrankung zu erhöhen. 1997 gab es in Deutschland ca. 51.700 Fälle von Dickdarmkrebs. Davon wären nach Schätzungen von WCRF-Wissenschaftlern etwa 34.122 (!) bei Einhaltung der empfohlenen Ernährungsweise vermeidbar gewesen.

 

Eierstockkrebs:

Risikosenkend sind Obst und Gemüse (möglich).

 

Gallenblasenkrebs:

Risikoerhöhend ist Fettleibigkeit (möglich).

 

Gebärmutterkrebs:

Risikosenkend sind Gemüse und Obst (möglich), risikoerhöhend Fettleibigkeit (überzeugend) und gesättigte Fettsäuren (möglich).

 

Gebärmutterhalskrebs:

Risikosenkend sind Obst, Gemüse, Carotinoide in Lebensmitteln und Vitamin C in Lebensmitteln (möglich), risikoerhöhend Rauchen (überzeugend).

 

Kehlkopfkrebs:

Risikosenkend wirken Gemüse und Obst (wahrscheinlich), risikoerhöhend Rauchen und Alkohol (überzeugend). Bei Beachtung der richtigen Ernährungsweise wären Schätzungen des WCRF zufolge ca. 1.089 der rund 3.300 Krebsfälle in Deutschland im Jahr 1997 vermeidbar gewesen.

 

Leberkrebs:

Risikosenkend wirkt Gemüse (möglich), risikoerhöhend Alkohol (überzeugend) und eine Kontamination mit Aflatoxinen, den krebserregenden Stoffwechselprodukten mancher Schimmelpilze (wahrscheinlich).

Quelle: 11.9.09

(http://www.krebsgesellschaft.de/ernaehrung_dem_krebs_vorbeugen,1043.html  )

 

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